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Am Samstag, den 6. Mai 2017, besuchten vier Schüler P-Seminars mit dem Leitfach Sport „Mein Olympia“ das inklusive Sportfest NO LIMITS in Würzburg. In der bereits dritten Auflage lief dieses paralympische Event heuer unter dem Motto „Leistung, Lernen, Miteinander“ und soll Menschen mit und ohne (körperliche sowie geistige) Behinderung beim Sporttreiben einander näherbringen.

Wir erreichten das Sportzentrum der Uni Würzburg gemütlich via Bahn und Bus und haben uns nach einem kurzen Orientierungsrundgang direkt zum Rollstuhl-Basketball begeben, bei dem wir als „Trostpreis“ nach einer Runde Körbewerfen gesponserte NO LIMITS T-Shirts überreicht bekamen. Das Werfen aus dem Rollstuhl war schwieriger, als man zunächst denkt. Vor allem die Koordination bzw. Steuerung der Fortbewegung und des gezielten Passens ist Übungssache.

Nach der Teilnahme an dem Gewinnspiel für ein handsigniertes Dirk Nowitzki-Shirt haben wir uns weitere Sportarten angesehen. Das Blinden-Biathlon-Schießen besaß hohen Aufforderungscharakter, aber auch das Blindenfußball, bei dem Nicht-Blinde eine Maske aufgesetzt bekommen und der Ball beim Rollen Geräusche von sich gibt, war ebenso anspruchsvoll wie beliebt bei den Besuchern. Außerdem gab es noch Blindenjudo, Leichtathletik, Rollstuhlfechten und Handbike. Die Angebote Abenteuerturnen, Sitzvolleyball und Powerchair Hockey waren im Inneren der Uni-Sporthalle, wobei ersteres eine nette Gelegenheit für Kinder war, sich den Weg durch einen Parkour aus Turngeräten zu bahnen. Sitzvolleyball ist wiederum eine Sportart für fast jeden. Hier ist das Netz direkt über dem Boden gespannt und wie der Name schon sagt, spielt man Volleyball - im Sitzen, ob körperbehindert oder nicht.

Eine spezielle Art des Hockeys, die bei diesem Event geboten war, haben zwei von uns auch selbst ausführlich ausprobiert. Man spielt mit elektrisch betriebenen, per Joystick gesteuerten Rollstühlen und einem Hockeyschläger in der Hand, sofern dies möglich ist. Hat jemand keine Möglichkeit den Hockeyschläger in einer Hand zu halten, kann er trotzdem mitmachen: Hierfür wird einfach der Schläger vorne am Rolli befestigt und somit kann fast jeder diese spezielle, aber sehr spannende Sportart betreiben.

Zudem waren die Gäste bestens mit einer gewaltigen Auswahl an Kuchen und weiteren Essensangeboten versorgt. Für Musik sorgte eine Band - wohlgemerkt hatten die meisten Musiker eine Behinderung. Am Ende des Tages waren wir sehr froh, unseren Samstag in diesen Ausflug investiert zu haben, denn es hat uns mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, inklusiven Sport mit Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung zu treiben. Denn nur so können immer mehr Leute ein Gefühl dafür entwickeln, wie Menschen mit Behinderung behandelt werden wollen: nämlich wie ganz normale Menschen; wie Du und ich.

Hans Horn, Q11

für das P-Seminar „Mein Olympia“

(Leitung: StR Korczinski)