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Jawohl, nichts ist unmöglich. Am Sonntag, den 12.11. trafen sich das „vollständige“ P-Seminar Geo – bilinguale Geographie um 16.45 Uhr, vor dem Kulturverein Disharmonie an der Gutermannpromenade. Außer der Tatsache, dass sich Schüler nichts sehnlicher wünschen, als mehr Zeit mit ihren Lehrern zu verbringen, war ein weiterer Grund die Multivisionsschau von Thomas Pförtsch.

Unter dem Titel Schottland – Whisky, Highlands und Dudelsäcke, wurden die spektakulären, abwechslungsreichen Landschaften Schottlands von den fast menschenleeren Highlands bis zu weiten Sandstränden und dem Athen des Nordens, Edinburgh, präsentiert. Auf unterhaltsame Weise, mit wunderschönen Klängen unterlegt, erfuhren die Besucher in einem prallgefüllten Saal, viel über gelebte Traditionen, wie das Familientreffen eines Clans mit aus aller Welt angereisten Verwandten, den Kult um das Nationalgetränk Whisky und stimmungsvolle Dudelsackmusik. Vergangenheit und Geschichte prägen auch heute noch das Leben der Schotten, was eindrucksvoll mit geschichtlichem Hintergrund zu der Schlacht bei Culloden oder den noch immer stattfindenden Highlandgames, geschildert wurde.

Die Reise begann, für die Humboldt-Schüler sicherlich mit einem Schmunzeln wahrgenommen, in Seahouses, kurz vor der schottischen „Grenze“ – wer kann sich nicht noch gut an die Geschichte von Grace Darling erinnern (falls nicht 5. Klasse Englisch). Nach einem Abstecher entlang des Hadrian’s Wall – die Grenze zu den Barbaren, ging es zunächst entlang der Westküste. Nicht ohne in Alloway haltzumachen, dem Geburtsort des schottischen Nationaldichters Robert Burns. An den Steilküsten einiger Inseln können wir Seevögel beobachten, die hier optimale Brutbedingungen finden. Einen intensiven Besuch erfährt die Insel Islay, die bekannt ist für ihre Destillen in denen der Whisky, das flüssige Gold Schottlands, produziert wird. Mit einigen lustigen Sprüchen wurde die tiefe Bedeutung des Lebenswassers der Schotten, des Uisge Beatha, beleuchtet. Kurz wurde man zu Harry Potter versetzt, denn auch die bedeutende alte Brücke, die in jedem Film gezeigt wird, wurde besucht. Hier, am Glenfinnan Viadukt, verläuft die Bahnstrecke zwischen Fort William und Mallaig, auf der zweimal täglich der Jakobite Steam Train entlangfährt. Von dort geht es zur „Misty Isle“, der Isle of Skye. Landschaftlich, geologisch einzigartig: es gibt Korallenstrände und eine faszinierende Fauna, ist diese Insel wie keine andere in Schottland an die Geschichte des Verlustes der Unabhängigkeit und der Zerstörung des Clanwesens im 18. Jahrhundert geknüpft. Ein kurzer Abstecher an die Ufer und visitor centres von Loch Ness – ohne eine Sichtung des Monsters – rundet die Highlands ab. Eine nachdenkliche Pause gibt es am Schlachtfeld von Culloden, im Nordosten Schottlands. Am Ende geht es noch nach Edinburgh, wo hauptsächlich über das Fringe (Theaterfestival) und das Military Tattoo (militärische Bands) berichtet wird. Hier zeigen die Photos von Thomas Pförtsch wieder auf eindrucksvolle Weise, wie sehr Tradition und Moderne in Schottland zusammenliegen und auch wunderbar zusammenpassen.

Nach knapp zwei Stunden ist die visuelle Reise zu Ende und es ist klar, dass nun der Appetit auf Schottland noch mehr geweckt ist und sich der ganze Kurs, inklusive Lehrkraft, auf die Fahrt nach Schottland im Juli, freut. Haste ye back! – Komm bald wieder! No doubt! CKJ