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 19.03-22.03.2018 in Bochum

„In zehn Jahren wird jeder Neuwagen, der zugelassen wird, ein Elektroauto sein.“ – Mit dieser Aussage leitete der Professor von der Hochschule Bochum (BO) seinen Vortrag und unseren Einblick in die Elektromobilität ein.

Zuvor legten wir, 19 interessierte Schüler und Schülerinnen aus ganz Deutschland und Österreich, unter Anleitung von Studenten der BO den Verbrennungsmotor eines Rasenmähers auseinander und bauten ihn anschließend wieder zusammen. Dabei konnten wir die Einzelteile und deren Funktionen erkennen und so die Nachteile dieser Art von Motoren begründen. Deshalb befassten wir uns danach mit den unterschiedlichsten Methoden ein Auto anzutreiben, von Wasserdampf bis zu Feuerholz.

Hiermit war die Brücke zur Elektromobilität geschlagen, die der Professor in einem Vortrag weiterführte. Vor 15 Jahren sei er mitleidig belächelt worden, da sich nur wenige damit beschäftigt haben, welche Optionen es denn außer den fossilen Energiemitteln gibt. Wie wichtig jetzt allerdings der nationale und globale Umstieg zu erneuerbaren Energieformen ist, insbesondere der Elektromobilität, machte der Referent in seiner Präsentation deutlich. Auch für die Automobilindustrie muss der Wandel langfristig vollzogen werden, so der Professor, um international auf dem Markt mithalten zu können. Nachdem zahlreiche Fragen fachgerecht und ausführlich von ihm und seinen Kollegen beantwortet wurden, machten wir uns von der Produktionswerkstatt der BO zurück zur Jugendherberge auf. Hier blieb uns, wie an allen anderen Tagen  auch, der Abend nach einer gemeinsamen Runde zur freien Verfügung. Diesen nutzten die meisten, um die nahe gelegene Innenstadt und das Bermudadreieck, eine beliebte Gegend unter Studenten, zu erkunden.

Den nächsten Tag verbrachten wir am Graf-Engelbert Gymnasium, welches auch dem MINT-EC Netzwerk angehört. Hier befassten wir uns mit der Entwicklung und dem Aufbau eines Elektromotors. Dabei wurden in Kleingruppen eigene Elektromotoren und Generatoren gebaut, die durch die elektromagnetische Wirkung der eingebauten Spulen möglichst leistungsstark sein sollten.

Am Mittwoch besuchten wir die Hochschule Bochum. Dort angekommen erhielten wir einen Vortrag von Gruppenmitgliedern des SolarCar Teams. Diese nehmen regelmäßig an der World Solar Challenge teil und erreichten 2017 den Vizeweltmeistertitel mit ihrem eigens konstruierten und gebauten Auto „thyssenkrupp blue.cruiser“. Hierbei musste das nur durch Sonnenkraft betriebene Auto in einer Woche eine Strecke von 3022km durch Australien zurücklegen. Danach führten wir selbständig Experimente mit Solarzellen durch, deren physikalischen Hintergründe und Funktionsweise zuvor im Bezug auf die Entwicklung des „thyssenkrupp blue.cruiser“ erklärt wurden.

Abschließend erhielten wir am letzten Tag des Camps einen Einblick in die Firma Vogelsang Elektromotoren GmbH. Diese sind international für die Wartung, Instandsetzung und Prüfung jeglicher Motoren zuständig. So konnten wir auf der Werksführung zahlreiche Motoren sehen, wie riesige Schiffsmotoren, an denen bis zu ein Jahr gearbeitet wird, um die individuellen Produkte fehlerfrei an die Kunden zurückzugeben. Die Azubis gaben uns zudem Eindrücke aus ihrer Ausbildung, als wir mit ihnen selbst Spulen wickelten oder Produktprüfungen durchführten.

Mit der anschließenden Vergabe der Zertifikate endete ein sehr interessantes viertägiges Camp, welches alle von uns jederzeit wieder besuchen würden.

 

Cara Bettendorf Q11