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Schüleraustausch

Die DSJ zu Gast in Schweinfurt

Als wir zu Anfang des Jahres den geplanten Schüleraustausch mit dem Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Schweinfurt vorstellten, mussten wir uns einigen Fragen und Kommentaren stellen. Sie reichten von einem ungläubigen

Schweinfurt? Wo liegt DAS denn?

über ein scherzhaftes

Schweinfurt? Allmächd! Sprechen unsere Indonesier danach nicht alle Fränkisch!

bis zu einem schlichten

Schweinfurt? Warum denn ausgerechnet Schweinfurt?

Die erste Frage ließ sich bereits bei einem ersten Informationsabend relativ leicht beantworten. Den Schülern reichte dazu Google Maps, der älteren Generation wurde die Lage Schweinfurts anhand einer Karte aus dem Diercke Weltatlas erläutert.

Die zweite Frage können wir nun sicher verneinen. Unsere Indonesier haben weiterhin eine saubere, hochdeutsche Aussprache. Darüber hinaus hat sich aber ihr Verständnis süddeutscher Dialekte stark verbessert und einige Schüler haben sogar ausgewählten fränkischen Wortschatz mit einem Augenzwinkern in ihr Vokabular aufgenommen. So meinte ein Schüler nach der Wanderung in der Rhön, dass er jetzt schon aweng müde und arg hungrig sei.

Die dritte und wichtigste Frage lässt sich eigentlich ganz einfach beantworten.

Warum denn ausgerechnet Schweinfurt?

Weil man sich keinen besseren Austauschpartner hätte wünschen können!

Wir kommen aus einem Land, in dem der eigene Anspruch an Gastfreundlichkeit sehr hoch ist, und doch waren wir beeindruckt, wie warmherzig, offen und freundlich wir in Schweinfurt begrüßt wurden. Bereits der Empfang durch die Austauschpartner und ihre Gastfamilien am Bahnhof war phantastisch! Bei zahlreichen Gesprächen mit Gastfamilien bei Besuchen, beim von Eltern organisierten Grillabend und bei der abschließenden Wanderung am Kreuzberg haben wir sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt, die sich viel Mühe gegeben und Zeit investiert haben, unseren Schülern den Aufenthalt in Deutschland so schön wie möglich zu machen. An den Wochenenden, an denen kein gemeinsames Programm stattfand, wurden unsere Schüler bestens versorgt. Das Angebot reichte vom Besuch des Oktoberfestes in München und des Schlosses Neuschwanstein über Konzertbesuche und Ausflüge zur Sommerrodelbahn und einer fränkischen Kirchweih bis zum Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn oder zum Lasertag spielen. Dass wir von 30 Gastfamilien nur etwa die Hälfte besuchen konnten, lag nicht zuletzt daran, dass jeder Besuch wesentlich länger gedauert hatte, als wir es geplant hatten. Bei den vielen netten Gesprächen verging oft eine Stunde wie im Flug.

Auch am Alexander-von-Humboldt Gymnasium und von der Stadt Schweinfurt selbst wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Die Schweinfurter Kollegen und die Angestellten der Schule zeigten sich sehr interessiert an ihren Gästen aus Fernost und bei unserem Besuch im Rathaus und der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian Remelé fühlten wir uns fast ein wenig wie Staatsgäste.

Neben dem Schulbesuch und den Ausflügen nach Würzburg, Nürnberg und Bamberg absolvierte unsere Klasse 9i in Schweinfurt auch ein einwöchiges Betriebspraktikum. Den Firmen Schaeffler, SKF, Vintin, Mitesser und Borst, dem Labor Graser und der Schreinerei Klöffel und all ihren Angestellten sei an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür gedankt, dass sie unsere Schüler fünf Tage bei sich aufgenommen und so professionell betreut haben.

Herzlich bedanken möchten wir uns aber nicht zuletzt bei zwei Kollegen, die unseren Schülern diese tollen Erfahrungen erst möglich gemacht haben. Unser Dank gilt Herrn Mario Hartmann, der nicht nur das Programm hervorragend organisiert hat, sondern darüber hinaus beinahe seherische Fähigkeiten bei der Zusammenstellung der Austauschpärchen bewies. Obwohl ihm nur wenige Zeilen eines jeden Schülers, mit denen er sich vorgestellt hatte, zur Verfügung standen, fand Herr Hartmann zu fast jedem Topf den passenden Deckel, denn der überwiegende Teil unserer Schüler meinte, sich mit ihren Austauschpartner gut verstanden zu haben.

Vor allem bedanken wir uns aber beim Schulleiter des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums, OStD Herrn Christoph Zänglein, ohne dessen Engagement dieser Schüleraustausch nicht stattgefunden hätte. Nachdem Herr Dr. Jarzina von der DSJ den Kontakt mit dem AvH hergestellt hatte, war es Herr Zänglein, der die Planungen vorantrieb und seine Schule als Gastgeber dieses ersten Austausches anbot. Auch während unserer Zeit in Schweinfurt kümmerte sich Herr Zänglein trotz vollem Terminkalender und angeschlagener Gesundheit rührend um uns und stand bei allen kleineren Problemen - große Probleme gab es nicht - als Ansprechpartner bereit. Nicht zuletzt danken wir Herrn Zänglein und Herrn Hartmann dafür, dass dieser erste Schüleraustausch zwischen Schweinfurt und Jakarta neben aller Arbeit vor allem eins gemacht hat: Spaß!

Abschließend lässt sich in Anlehnung an den Werbeslogan der Stadt Schweinfurt Zukunft findet Stadt für unser Austauschprogramm an der Deutschen Schule Jakarta vermerken:

N. Novy; M. Curdts

Die DSJ findet Stadt... und was für eine!

Vielen Dank für alles, liebe Schweinfurter.


30 Austauschülerinnen und -schüler, Novy Nur Permata & Michael Curdts