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Am Mittwoch, den 26 April 2017 besuchten unsere diesjährigen Junioringenieure der 8. Klassen mit Herrn Baier das Kieswerk der Firma Glöckle.

Zuerst fuhren die Gruppe mit Herrn Baier und Mitarbeitern der Baufirma zum Hauptsitz des Familienunternehmens in Schweinfurt, nahe des Hauptbahnhofs. Dort hielt Herr Roland Fahlbusch, Leiter der Glöckle Baustoffwerke, einen Vortrag über das Unternehmen und den Abbau von Kies.

Die Firma Glöckle, gegründet 1908 von Jakob Glöckle, ist ein Dienstleistungsunternehmen, dass in die verschiedenen Bereiche Firmenverwaltung, Transportbeton, Baustoffwerke, Montagebau, Schlüsselfertigbau und Hoch-/Tiefbau gegliedert ist. Insgesamt beträgt die Mitarbeiterzahl um die 400. Der erzielte Jahresumsatz ist ungefähr 100 Millionen hoch und die Firma ist deutschlandweit aktiv. Das Material wird für den Gebäudebau, den Schienenbau, Brücken, Autobahnen und anderem benötigt. Übrigens liegt der deutschlandweite pro Kopf Verbrauch von Kies und Sand bei etwa sieben Tonnen!

Vom Theoretischen zum Praktischen fuhren wir anschließend zum Kieswerk. Es gibt die Trockengewinnung und die Nassgewinnung, das heißt das Material wird über dem Grundwasserspiegel gewonnen (=trocken) oder unterhalb (=nass). Als erstes zeigten uns die Mitarbeiter eine große Trockenabbauanlage in Oberndorf. Dort wird mithilfe von großen Erdbaugeräten mehrere Meter des Bodens abgetragen. Die oberste Schicht lockerer Erde (=Abhub) wird anschließend wieder eingefüllt und das Loch dann mit Fremdmaterial geschlossen. Diese Gewinnung ist sehr einfach und unkompliziert.

Im weiteren Verlauf wurde uns dann der Nassabbau von Sand und Kies erklärt und gezeigt. Am Baggersee in Grafenrheinfeld angekommen sahen wir einen schwimmenden Saugbagger, der Kies und Sand absaugt. Über Röhren wird dies zu einem großen Schaufelrad transportiert, das das Wasser vom Material trennt. Fließbänder bringen den Kies und den Sand zum Kieswerk. Der große Vorteil am Saugbaggern ist der, dass man die Abbautiefe und Position frei regulieren kann.

Nach all den Informationen brauchten wir, ziemlich hungrig, natürlich etwas zu beißen. So bekamen wir von Glöckle eine tolle Brotzeit spendiert, bei der jeder kräftig zulangte. Nach der Pause zeigte man uns noch die Waschanlage für das Material. Dieser hohe Turm besteht aus verschieden Trennungs- und Waschteilen. Bei einer Höhe von gut 20 Metern waren Sicherheitshelme natürlich Pflicht. Als erstes wird das Material nach ganz oben gebracht und durchläuft dann unterschiedlich feine Rüttelsiebe. So wird es in Größen von 32-16mm, 16-8mm, 8-2mm und Sand unterteilt. Größere Steine werden in einem Brecher zerkleinert. Anschließend werden diese Ausgangsstoffe gewaschen und gelagert. Als letzten Teil unserer Exkursion durften wird das Kontrollzentrum des Kieswerks betreten und Fragen stellen.

Schon auf der Heimfahrt redeten wir über unseren nächsten Besuch bei der Firma Glöckle, da uns allen dieser erste Ausflug gut gefallen hat. Die Schüler bedanken sich für diesen interessanten Einblick und die Organisation.

Matthias Rickel, Lennert Sokalla, Silas Dinkel (8d)