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Am 10.5.2017 waren wir zu Besuch im Fertigteilwerk der Firma Glöckle in Schwebheim.

Nach der 5. Stunde fuhren wir zum Werk, wo wir im Büro nach einer leckeren Brotzeit und einer kurzen Begrüßung mit einer Präsentation über das Wichtigste in der Fertigteilherstellung informiert wurden.

Wir erfuhren, dass die Produktpalette verschiedenste Arten von Trägern, Unterzügen, Fassadenelementen, Stützen, Deckenplatten und Sonderteilen umfasst. Neben dem Standort in Schwebheim betreibt die Firma Glöckle auch noch ein weiteres Fertigteilwerk in Meiningen.

Der Vorteil am Bau mit Fertigteilen ist, dass Fertigteile durch standardisierte Abläufe schnell produziert werden können und dass man Gebäude mit Fertigteilen schneller hochziehen kann als normal. Dies funktioniert vor allen Dingen bei Projekten mit vielen baugleichen Teilen sehr gut. Daher das Ziel: Material rein – Fertigteil raus. Es bedarf aber vorher genauer Planung, denn in einem durchschnittlichen Projekt werden ca. 600 Teile verbaut, von denen manche bis zu 40 Tonnen schwer sein können. 

Nach diesem theoretischen Teil durften wir die Fertigteilproduktion in der Praxis erleben - natürlich mit Helm und Warnweste. Wir besichtigten die verschiedenen Hallen nacheinander. In Halle 1 befinden sich Schlosserei und Schreinerei, wo das Material vorbereitet wird. Ansonsten werden in dieser Halle ausschließlich Wandteile produziert. In Halle 2 werden Stützen und Treppen gefertigt. Hier konnten wir beobachten, wie die Schalung einer Stütze mit Beton gefüllt wurde. Der Beton braucht einen Tag bis er fest wird. Halle 3, in der Spannbetonbinder gefertigt werden, war auch sehr interessant, denn die Binder können bis zu 40 Meter lang und 40 Tonnen schwer werden. Die Stahlseile werden mit Hilfe einer besonderen Maschine mit unglaublicher Kraft auf Spannung gehalten, damit sich der Beton nach der Entspannung wieder zusammenzieht und dadurch eine Überhöhung erzeugt wird. Diese wird benötigt, damit sich der verbaute Spannbetonbinder unter der Last der Dachkonstruktion nicht durchbiegt. Außerdem kann durch die Verwendung von Spannbeton Raumhöhe und Material gespart werden.  Als wir uns abschließend draußen noch ein paar weitere Binder anschauten, bekamen wir erklärt, dass bei großen Bindern aufgrund des gefährlichen Transports kleine Straßen abgesperrt werden müssen und man wegen Brücken mit zu geringer Traglast schon über Nürnberg nach Frankfurt fahren musste!

Wir bedanken uns nochmals für die Organisation und den interessanten Einblick in die Herstellung von Fertigteilen. An diesem Tag haben wir viel gelernt und freuen uns deshalb schon auf alle noch ausstehenden Exkursionen.

von Alex Dindorf (8b) und Johannes Kuzmenko (8c)