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Unter diesem Titel tauchten eine achte und zwei neunte Klassen des Schweinfurter Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums (AvH) in den vergangenen zweieinhalb Wochen in die Welt der winzigen Nanostrukturen ein. Angeleitet durch ihre naturwissenschaftlichen Lehrkräfte und insbesondere zwei Teams der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e. V. (IJF) erhielten die 70 ausgewählten Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen fundierte Einblicke in die Welt in der Größenordnung von einem Milliardstel Meter.


Diese Abmessungen bescheren bekannten Materialien neue, verblüffende Eigenschaften und vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten.


Wie selbstorganisierte Prozesse, z. B. die Bildung sogenannter Quantenpunkte, zu neuen Materialeigenschaften führen, wie die Natur am Beispiel des Gecko Nanoeffekte erfolgreich einsetzt oder wo Nanoprodukte uns schon heute in Zahnpasta, Sonnencreme oder Medizinprodukten begegnen, veranschaulichten Doktoranden der Universität Würzburg in einem von den Schülern gespannt verfolgten Einstiegsvortrag.


Mit von den Jungwissenschaftlern vorbereiteten Experimenten konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend selbst Hand anlegen und variantenreiche Versuche mit Effekten auf der Nanometerskala durchführen. So wurden exemplarisch schmutz- und wasserabweisende Oberflächenbeschichtungen hergestellt, das Lösungsverhalten eines Stoffes in verschiedenen Zerteilungsgraden untersucht, der UV-Schutz verschiedener Sonnencremes charakterisiert oder die Mikrostrukturierung einer CD- bzw. DVD-Oberfläche aufgelöst, in der sich die digitalen Informationen verbergen.


Den Schwerpunkt bildete jedoch die fächerübergreifende Projektarbeit, die zwischen den beiden Besuchstagen mit den jungen Wissenschaftlern der IJF stattfand. Angeleitet durch ihre Fachlehrer erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Posterpräsentationen nach wissenschaftlichem Vorbild zu verschiedensten Themenstellungen aus dem Nanokosmos wie beispielsweise zu Superstahl dank Nanokristallen, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, selbstreinigenden Materialien, keimfreien Medizinprodukten oder Nanopartikeln in Lebensmitteln. Ihre Ergebnisse präsentierten die Schülerinnen und Schüler am zweiten Besuchstag vor den Klassen und gestalteten mit den Postern eine interessante Ausstellung für die Schulfamilie, die noch die nächsten Tage im Schulhaus des AvH zu besichtigen ist.

Ch. Schuller