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Seit 2013 ist das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Mitglied im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC, ein Privileg, aufgrund dessen schon einige Schüler unserer Schule an sogenannten MINT-EC-Camps teilnehmen durften. Diese meist viertägigen Camps sind ein Format, das vom Verein MINT-EC ins Leben gerufen wurde, um interessierte Schüler zusammen mit Partnern aus Hochschule und Industrie entsprechend zu fördern.

Im Nachklang der Veranstaltung MINT 100 im Herbst letzten Jahres an unserer Schule entstand die Idee, nicht zuletzt auch durch die Erfolge unserer Fast-Tech-Crew, ein solches Camp zum Thema „Formel 1 in der Schule“ anzubieten. Alle beteiligten Camp-Partner waren auch schon bei der MINT 100 mit Workshops vertreten gewesen oder hatten ihr Unternehmen auf dem Bildungsmarkt präsentiert, so dass keine großen Überredungskünste notwendig waren, um die Verantwortlichen von der Camp-Idee zu begeistern.

Am Dienstag, den 19.10.2016, startete das Camp für zwanzig Schüler von MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland mit einer Stadtführung mit dem Thema „Schweinfurter Industriegeschichte“, um sich auf die Thematik der kommenden drei Tage einzustimmen. Untergebracht waren die Camp-Teilnehmer im Schweinfurter Jugendgästehaus, wo sich am Abend die Gruppe um Campleiter Johannes Brattke vom Verein MINT-EC näher kennenlernte.

Am Mittwoch ging es dann ins AvH, wo die Gruppe schon von Martin Hausner, einem Trainer, der für die Firma Autodesk arbeitet und den Schülern das CAD-Programm Autodesk Fusion 360 näher bringen soll, erwartet wurden. Unterstützt von zwei Studenten gelang es ihm mit einem eigens auf die Konstruktion eines Formel-1-Wagens abgestimmten Trainingskurses den Schülern die Funktionen des Programms zu erläutern und eine umfassende Einführung ins CAD-Konstruieren zu geben. Die Schüler waren so bei der Sache, dass sie den Nachmittag fast ohne Pause durchkonstruierten, um am Ende einige fertige Teile des Rennwagens abspeichern zu können. Parallel lief unser schuleigener 3D-Drucker, um den Schülern auch die praktische Umsetzung ihrer CAD-Konstruktionen zu demonstrieren. Als Highlight des Tages durften die Teilnehmer noch die kleinen Rennwagen, wie sie beim Wettbewerb „Formel1 in der Schule“ eingesetzt werden, auf der Rennbahn fahren lassen und an der Startvorrichtung ihre Reaktionszeit testen.

Am Donnerstag ging es für die Gruppe ins Entwicklungszentrum von ZF Friedrichshafen, wo sie spannende Einblicke in die Funktion und Entwicklung von Stoßdämpfern bekamen. Besonders spannend fanden die Schüler ihre praktischen Erfahrungen beim Zusammenbau von Bestandteilen des Stoßdämpfers und die Tests auf der 4-Stempel-Anlage.

Am Freitag, den 21.10.2016, fand das Camp seinen Abschluss in der FH Schweinfurt, wo die Schüler zu verschiedenen Themen der Campinhalte unter der Moderation von Prof. Dr. Wilke Kurzpräsentationen, die sie in der knapp bemessenen Freizeit am Abend erstellt hatten, hielten. Anschließend bekamen die Camp-Teilnehmer noch eine Führung durch die Werkstätten der FH und eine kurze Vorstellung der „Formular Student“, dem „großen Bruder“ von „Formel 1 in der Schule“.

Am Freitagmittag zeigten sich die zwanzig Teilnehmer, die Hälfte davon übrigens Mädchen, begeistert von den vielen neuen Erfahrungen und den vermittelten Inhalten. Als besonders spannend beschrieben sie auch die spezielle Campatmosphäre, in der sie viele Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen konnten. Finanziert wurde das Camp vom Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sowie von den beteiligten Partnerunternehmen ZF Friedrichshafen und Autodesk.

vita

Abschlusspräsentation in der FH

Frank Baier