Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt, Geschwister-Scholl-Straße 4, 97424 Schweinfurt
Telefon 09721 / 51-8100 (Sekretariat I), 09721 / 51-8090 (Sekretariat Oberstufe)
Email: humboldt-gymnasium@schweinfurt.de

Logo Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

Am Mittwoch den 25. April 2018 besuchten die Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie der achten Klassen mit Herrn Baier das Kieswerk der Firma Glöckle.

Nach der fünften Schulstunde wurden die Schüler an der Bushaltestelle der Schule teils von Herrn Baier als auch von einer Mitarbeiterin des Unternehmens zum Hauptsitz der Firma Glöckle in Schweinfurt gefahren.

Dort angekommen wurden die Schüler in einen Hörsaal gebracht, in welchem Ihnen eine Brotzeit zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend hielt der Geschäftsführer, Herr Fahlbusch, einen Vortrag zum Thema: „Abbau von Kies.“

Dieser berichtete, dass das Unternehmen Glöckle 1908 von Jakob Glöckle gegründet wurde und in die verschiedene Bereiche:  Firmenverwaltung, Baustoffwerke, Transportbeton, Montagebau, Hoch-/ Tiefbau und Schlüsselfertigbau aufgeteilt ist. Das Unternehmen hat ca. 400 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von ungefähr 100 Millionen Euro, wodurch diese deutschlandweit aktiv ist. Materialien der Firma werden für den Gebäudebau, den Schienenbau, Brücken und Autobahnen benötigt. Der deutschlandweite Pro-Kopf-Verbrauch von Kies und Sand liegt bei etwa 7 Tonnen.

Nach der Präsentation von Herr Fahlbusch fuhren wir zum Kieswerk, wo dieser uns berichtete das Kies durch zwei verschiedene Möglichkeiten gewonnen wird: die Nassgewinnung und die Trockengewinnung, das heißt, dass das Material über dem Grundwasserspiegel (= trocken) bzw. unter diesem (= nass) gewonnen wird. Zuerst wurde den Schülern eine große Trockenabbauanlage in Oberndorf gezeigt, wo mit Hilfe von großen Erdbaugeräten viele Meter des Bodens abgetragen werden. Das dadurch entstandene Loch wird mit dem Abhub (= lockere Erde) und Fremdmaterial wieder aufgefüllt, deshalb ist diese Gewinnung sehr einfach und unkompliziert.

Danach wurde den Junioringenieuren der Nassabbau von Sand und Kies gezeigt und währenddessen auch erklärt. Am eigenen Baggersee der Firma in Grafenrheinfeld benutzt die Firma einen schwimmenden Saugbagger, der das Material vom Boden des Sees aufsaugt. Dieses aufgesaugte Material wird zu einem großen Schaufelrad transportiert und das Wasser wird vom Material getrennt. Dies wird nun über ein langes Fließband zum Kieswerk gebracht. Ein großer Vorteil von Saugbaggern ist, dass man die Abbautiefe und Position selbst bestimmen kann.

Danach wurde uns der Große Waschturm der Firma gezeigt, welcher ungefähr 20 m hoch war und viele verschiedene Wasch-/ Trennungsphasen beinhaltet. Bevor wir den Turm betraten mussten wir alle Sicherheitshelme und Warnwesten anziehen. Das Material wird durch feine Rüttelsiebe in die verschiedenen Größen von 32 bis 16 mm, 6 bis 8 Millimeter, 8 bis 2 Millimeter und Sand unterteilt. Größere Steine werden mithilfe eines Brechers zerkleinert. Diese verschiedenen Ausgangsstoffe werden danach gewaschen und gelagert.

                                                                                                    Jakob Thiel (8e) und Tim Kister (8d)