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Für das P-Seminar „Grillen“ unter dem Leitfach Chemie war die gegrillte Mittagspause für Schüler und Lehrkräfte des AvH vor dem Lockdown im Frühjahr dieses Jahres eines der umgesetzten Teilprojekte. Aufgrund der allseits positiven Resonanz sollte das Event auf jeden Fall wiederholt werden. Allerdings kam dann die coronabedingte Aussetzung der P-Seminare dazwischen. Viele haben sich gefragt, wie es jetzt wohl mit Corona weitergehen wird.

Natürlich ist uns die Gesundheit unserer Mitschüler und Lehrkräfte sehr wichtig! Deshalb haben wir uns gemeinsam einen Plan überlegt, wie wir trotz Corona mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen und einem ausgearbeiteten Hygienekonzept wieder grillen können und damit das Gemeinschaftsgefühl am AvH weiter fördern können.

Der Wettbewerb „Experimente antworten“ wird von Bayrischen Staatsministerium ausgeschrieben und richtet sich an Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10, die gerne experimentieren. Die Versuche sollen zu Hause mit einfachen Haushaltschemikalien, die es meist im Supermarkt oder im Internet gibt, und einfachen Gefäßen wie Marmeladengläsern oder Plastikbechern durchgeführt werden. Seit mehreren Jahren animieren wir unsere Schüler zum Mitmachen bei diesem Wettbewerb, indem die Aufgaben im Natur und Technik-Unterricht verteilt werden, so auch im Schuljahr bis zum coronabedingten Distanzunterricht.

Normalerweist gibt es in jedem Jahr drei Wettbewerbsrunden, die nicht aufeinander aufbauen, so dass man auch nur an einer einzelnen Runde teilnehmen kann. Hat jemand alle drei Runden hervorragend bearbeitet, so winkt am Ende ein „Superpreis“. Im letzten Schuljahr wurden aufgrund von Corona nur zwei Wettbewerbsrunden ausgeschrieben und die Superpreisverleihung fand nicht statt.

Wir, die beiden Reaktionsmechanismen-Kurse der Q11, fuhren am 18. Juni 2015 um 8.00 Uhr zusammen mit den Kursleitern Herr Hartmann und Herr Baier nach Würzburg. Eine Stunde später wurden wir bereits am Empfang des SKZ erwartet. In einem Besprechungsraum bekamen wir zunächst eine allgemeine Einführung zum Thema Kunststoffe.

 

 

Vor knapp 350 Schülern, Lehrern sowie Vertretern der Wirtschaft, Politik und verschiedener Universitäten durfte das Chemie-P-Seminar „Bau eines Rennofens“ sein Projekt auf dem vom Förderkreis Ingenieurstudium initiieren Kongress für P- und W-Seminare vorstellen. Im Vorfeld war die Projektidee unter mehr als 30 Einsendungen von einem wissenschaftlichen Komitee ausgewählt worden.

Am Mittwoch, 24.07.2013 besuchte das P-Seminar Chemie die Gießerei der Firma ACO Passavant. Zwar mussten dafür knapp 300 km bis ins hessische Aarbergen zurückgelegt werden, aber gelohnt hat sich die Exkursion auf jeden Fall.

Nach einer kurzen Einführung über die ACO Firmengruppe konnten wir live die Bestückung der beiden Induktionsschmelzöfen und nach kurzer Zeit - ein Ofen braucht ca. 40 Min bis 4 Tonnen Eisen, Stahl und einige weitere Bestandteile geschmolzen sind - auch das Abfüllen des flüssigen Eisens beobachten. In der Zwischenzeit konnten wir sehen wie Proben mithilfe eines Spektralanalysators untersucht wegen und erhielten einen Einblick, wie die Zusammensetzung des Eisens gesteuert werden kann.

Von Freitag, den 12.07.2013 bis Sonntag, den 14.07.2013 bauten wir, das P-Seminar Chemie, zusammen mit unserem Lehrer OStR Korn einen Rennofen – eine ca. 4000 Jahre alte Methode zur Eisenherstellung – nach. Am Freitag mussten wir jede Menge Lehm schleppen und kneten, um damit den Ofen zu bauen. Anschließend befeuerten wir den Ofen bis Samstag früh mit Holz, damit der Ofen trocknete und später keine Risse bekam. Am Samstag gegen 9.30 Uhr wurde der Ofen von der Städt. Feuerwehr abgenommen – nun konnte es endlich losgehen mit dem eigentlichen Befeuern: hierbei wird Eisenerz und Holzkohle zugesetzt und gleichzeitig wird der Ofen von unten belüftet. Zum Glück mussten wir nicht, wie früher, mit einem Blasebalg arbeiten, sondern konnten auf einen umgebauten Staubsauger zurückgreifen, der kontinuierlich Luft in den Ofen blies. Bis am Sonntag in die frühen Morgenstunden wurde der Ofen auf Temperatur gehalten. Am Sonntag Mittag war es dann soweit: Der Ofen wurde aufgebrochen, und die sog. Luppe wurde geborgen. Diese wird nun an der FH Schweinfurt weiter untersucht.

Seit drei Jahren nimmt das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium am Projekt „Übergänge gestalten“ teil. Dabei hospitieren Grundschul-Lehrerinnen in den 5. Klassen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, um zu sehen, welche Anforderungen das Gymnasium beim Übertritt an die Schüler stellt.

Im Fach Natur und Technik waren in den letzten Jahren immer große Unterschiede im Wissenstand der Schüler der 5. Klasse zu beobachten. Vor allem im Bereich der praktischen Erfahrung brachten die Grundschüler sehr unterschiedliche Vorraussetzungen mit. Diese kamen zum Teil auch durch eine fehlende Ausstattung zustande.

Aufgrund dieser Erfahrungen entstand bei unserem P-Seminarleiter Herrn Baier die Idee, ein Projekt im Bereich Natur und Technik zu anzubieten, um zum einen besseren Einblick in den Heimat- und Sachunterricht der Grundschule zu erlangen und zum anderen den Übergang für die Grundschüler fließender zu gestalten.

In Frau Hergenröther, die am Projekt Übergänge gestalten teilnahm, konnte schnell eine begeisterte Grundschullehrerin gefunden werden, die die Idee von Anfang an unterstützte.

Für das Seminar interessierten vor allem Schüler, die später eventuell einen sozialen Beruf, vielleicht sogar als Lehrer, wählen möchten. Die vertiefte Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Theorien stand dabei eher im Hintergrund. Vielmehr ging es um einen Einblick in die Planung und Gestaltung von Unterricht und um die Aufbreitung von Versuchen für Grundschüler.

Das Ergebnis des Projekts war dann schließlich eine AG Naturwissenschaften, an der bis auf eine Ausnahme die komplette vierte Klasse der Grundschule Geldersheim teilnahm.

Dazu kamen die Grundschüler jeweils am Donnerstag ans AvH um einen Experimentiernachmittag zu verschiedenen Themen zu erleben.

Die Vorbereitung dieser Nachmittage übernahmen die Schüler des P-Seminars. Dazu wurden die 16 Schüler in vier Gruppen eingeteilt, wobei jede Gruppe ein anderes naturwissenschaftliches Themengebiet aufbereitete. Ein Schüler war dabei jeweils federführend und suchte die Versuche aus, probierte sie aus und richtete die experimentellen Materialien für die Grundschüler vor. Die anderen drei Schüler der Vierergruppe assistierten bei der Durchführung und betreuten die Grundschüler, so dass sich bei 18 Grundschüler ein optimaler Betreuungsschlüssel von 4 bis 5 Schülern pro Betreuer ergab. Dementsprechend waren bei eventuellen Fragen schnell Hilfen geboten.

Von Anfang an war das Seminar so ausgelegt, dass neben den spannenden Versuchen auch entsprechende kindgerechte Erklärungen gefunden werden mussten.

So orientierten sich die einzelnen Versuchsgruppen eng am Lehrplan des Heimat-und Sachunterrichts der Grundschule und wählten die Themen Feuer, Wasser sowie Stoffe und Teilchen aus.

Um das entsprechnede Niveau der Grundschüler zu treffen wurden Schulbücher der Grundschule hinsichtlich geeigneter Versuche und Erklärungsmodellen gesichtet, Schulbuchverlage um Unterstützung gebeten, aber auch auf ganz andere Quellen wie z.B. Spielanleitungen von naturwissenschaftlich orientierten Lernspielen zurückgegriffen oder Anleitungen von Experimentierkästen analysiert.

Das Ergebnis waren dann kindgerecht gestaltete Arbeitsblätter mit entsprechenden Erklärungen, so dass auch immer ein naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinn vorhanden war.

Die weitere Versuchsdokumentation wurde auch von Frau Hergenröther gefördert, die die Experimente in ihren Heimat- und Sachunterricht einfließen ließ und über jeden Experimentiernachmittag die Schüler abwechselnd einen Bericht schreiben ließ, die dann über die Homepage der Grundschule Geldersheim für jeden zugänglich waren.

Ferner wurden die Gruppen so koordiniert, dass eine sachlogische Abfolge gegeben war und die einzelnen Gruppen bei ihren Erklärungen voneinander profitieren konnten.

Aufgrund der bisherigen Einmaligkeit des Projekts wurden auch schon die Initiative Junge Forscher mit Sitz in Würzbug und die lokale Presse auf unser Seminar aufmerksam. So erschien am Sylvestertag ein Artikel im Schweinfurter Tagblatt mit der Überschrift „Und es hat Bumm gemacht“.

 

F. Baier

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