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Am Freitag, den 22. Oktober 2021, empfang das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium besondere Gäste: den Abiturjahrgang von 1961. Nach dem Empfang der ehemaligen Humboldtschüler samt deren Ehepartnern mussten diese sich jedoch in dem großen Schulgebäude erstmal  orientieren, schließlich ist das AvH deutlich größer als die ehemalige Oberrealschule Schweinfurt, an der die Damen und Herren vor 60 Jahren ihr Abitur bestanden haben.

Als alle Gäste eingetroffen waren, führte die stellvertretende Schulleiterin Frau StDin Maria Vollmuth die ehemaligen Schüler durch das Schulgebäude und erzählte viele interessante Fakten über die Geschichte des Humboldts und seine Besonderheiten. Mit einem ganz besonderem Highlight, dem gebundenen Ganztag, begann die Führung für die ehemaligen Humboldtschüler. Nicht nur der gebundene Ganztag war für die Abiturienten von 1961 eine große Überraschung, sondern auch die hervorragende digitale und technische Ausstattung der Klassenzimmer mit Beamern und Dokumentenkameras versetzte sie in großes Erstaunen. Auch das Lehrerraumprinzip wurde sehr positiv aufgefasst und als schöne Veränderung zu dem damaligen Schulsystem wahrgenommen. Nach dem Besichtigen des gebundenen Ganztages wurden die Gäste durch das Schulhaus in unsere Aula geführt. Dort bewunderten die ehemaligen Schüler die große Aula und stellten interessiert Fragen über die vielfältigen Wahlkurse, die am Humboldt angeboten werden. Besonders die Junior-Ingenieur-Akademie, die „Jugendforscht-Gruppe“ und die Vielzahl an Möglichkeiten sich als Schüler in der Schulfamilie zu engagieren wurden sehr hoch geschätzt. Auch der geringe Unterrichtsausfall am AvH und das Doppelstundenprinzip wurden sehr wohlwollend aufgefasst. Nach dem Zwischenstopp in der Aula erkundeten die Gäste noch die sehr gut ausgestatteten Physik- und Chemiesäle.

Schule heute und gestern

Die Führung endete im Schülercafé „Mathe Macchiato“- einer weiteren Besonderheit des AvH. Dort erzählten die Ehemaligen den anwesenden Schülern, wie vor 60 Jahren der Unterricht gestaltet war. Anders als heute gab es keine 12 Klassenstufen mit einer Qualifikationsphase Q11 und Q12. Damals wurde in der 5. Klasse wieder mit eins angefangen zu zählen. Somit hatte man nach der 9. Klasse sein Abitur. Neue Erfahrungen sammelten auch die Jungs, als erstmals auch Mädchen an die Schule durften. Die Mädchen wurden sehr schnell in die Klassengemeinschaft integriert, wurden zudem jedes Jahr zu den Klassen- und Schülersprechern gewählt.  Auch die Lehrer waren anders als heute, denn früher waren die Lehrer ehemalige Offiziere und unterrichteten „dementsprechend“. Häufig wurden damals die Schüler von den Lehrern mit der Prügelstrafe sanktioniert.

Schülerstreiche von damals

Doch der Jubiläumsjahrgang konnte auch von vielen positiven Erinnerungen erzählen. So wurde berichtet, wie sie damals einer jungen Referendarin einen Streich spielten, indem sie ihr einen Korken in den Auspuff des Autos steckten. Als sie dann das Auto startete, schoss der Korken mit einem gigantischen Knall heraus. Auch einem Mathelehrer, namens „Knobbi“ spielten die Ehemaligen regelmäßig einen Streich. Aufgrund einer Kriegsverletzung an der Hand konnte er nicht gleichzeitig mit der Kreide an die Tafel schreiben und ein Lineal halten. Die Schüler nahmen ihm heimlich das Lineal weg und gaben es heimlich durch die Reihen. Der Lehrer fragte der Reihe nach die Schüler, ob sie das Lineal hätten, was diese stets verneinten. Und weil der Lehrer davon ausging, dass seine Schüler nicht lügen würden, musste seiner Meinung nach der letzte Schüler der Reihe das Lineal versteckt haben und wurde deshalb immer geschlagen. 

Bis heute sind sich die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs von 1961 ihrem Motto treu geblieben: „ An der Spitze stehen ist viel zu weit hinten.“, denn nach diesem Motto versuchten die Schüler damals in der Schule zu arbeiten und lassen keinen Zweifel über ihre Ziele und den Ehrgeiz diese immer zu erfüllen.

Julian Böhm, Q12

 

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