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Etwa gegen Ende der 5. Schulstunde (ca. um 12:15 Uhr), rund 1 Stunde vor Schulschluss, machten wir uns am Mittwoch, den 5. Juni 2019, auf zu einer weiteren Exkursion mit dem vielseitig aufgestellten Unternehmen Glöckle. Dieses Mal haben wir uns mit Fertig-, bzw. Transportbeton beschäftigt. Um zu diesem Thema erst einmal ein paar allgemeine Informationen zu erhalten, begann unsere Exkursion in der Firmenzentrale in Schweinfurt, wo wir zuerst eine großzügige Mahlzeit erhielten. Daraufhin erwartete uns ein interessanter Vortrag des Geschäftsführers der Glöckle Fertigbetonwerke in Schweinfurt, Herr Fahlbusch. In der folgenden halben Stunde haben wir dann alles über Fertigbeton sowie

dessen Herstellung und Verwendung erfahren. So zum Beispiel, dass die Nachbehandlung des Betons extrem wichtig ist, da wenn diese nicht ordnungsgemäß ausgeführt wird, es später zu Rissen im Beton kommen kann, was fatale Auswirkungen auf das Bauprojekt hat. Außerdem haben wir die grundlegenden Eigenschaften nach welchen eine jede Betonart bezeichnet wird kennen gelernt. Hier spielt ganz besonders die Druckfestigkeit ( N/mm2 ), aber auch die witterungsbeständigkeit (wie zum Beispiel gegen Wasser und Frost) eine wichtige Rolle.
Als der Vortrag von Herrn Fahlbusch zu Ende war und alle Fragen geklärt waren, ging es zur nächsten Station, der Führung über das Betonwerk. Wir sind also zum Betonwerk bei Grafenrheinfeld gefahren. Dort wurden wir zuerst mit allen nötigen Sicherheitshinweisen vertraut gemacht und mit Schutzhelm und Sicherheits-Warnweste ausgestattet. Die erste Station der Werksführung waren die Rohstoffsilos. An den Silos wurden uns noch einmal die verschiedenen Bestandteile des Betons gezeigt, welche später in die Mischanlage gelangen. Die Mischanlage wird von der darunterliegenden Schaltzentrale aus, von einem Mitarbeiter bedient, welcher auch die Lastkraftwagen des Unternehmens lotst und sich um die Betonmischung im Fertigteilwerk in Schwebheim kümmert. Während der Führung an der Mischanlage konnten wir sie sogar in Betrieb, beim Abladen auf Lastkraftwagen sehen. Nachdem uns auch der Mitarbeiter in der Schaltzentrale ein paar Fragen beantwortet hatte, gingen wir über einen Treppenaufgang in einen Container, von dem der Beton auf die Lastkraftwagen geladen wird. Im Container befindet sich die eigentliche Mischanlage. Dorthinein gelangen die Bestandteile des, vom Abnehmer gewünschten Betons und werden dort vermischt.
Nachdem wir gesehen hatten wie es abläuft, wenn Transportbeton hergestellt und verladen wird, durften wir noch das Labor sehen, wo der gemischte Beton regelmäßig sorgfältig getestet wird. Nachdem uns zwei Experten näherbrachten, wie genau der Beton getestet wird, durften wir selbst in Zweiergruppen den Beton testen. So konnten wir, unter Zuhilfenahme des Rütteltests, die Festigkeit des Betons ermitteln. Daraufhin wurde uns noch die Sprödigkeit eines ausgehärteten Betonwürfels, mit einer Hydraulikpresse vor Augen geführt. Außerdem konnten wir erfahren, wie die Körnung (die Größenordnung bei Rohstoffen, wie Kies, Sand oder Basalt, bei Sand in kleinem Maße ermittelt wird. Dies geschieht relativ unkonventionell durch wiederholtes Sieben mit absteigender Siebrastergröße. Auch hier wurden uns unsere Fragen beantwortet. Nach dieser letzten Fragerunde verabschiedete uns Herr Fahlbusch und wir fuhren zu unserer Schule zurück, wo die Schulveranstaltung aufgelöst wurde.

Schüler überprüfen Viskosität von Beton

Linus Grebner (8. Klasse)