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Ein stimmungsvolles und kurzweiliges Konzert erlebten etwa 200 Zuhörer in der Aula des Gymnasiums am Donnerstag, den 28.04.2010. Der Veranstalter war der Mittel- und Oberstufenchor unter Leitung von Thomas Betzer, welcher mit diesem Konzert für sein Patenkind NINFA Geld sammeln wollte. Wie im letzten Jahr, wurde auch in diesem Jahr für konkrete Ziele gesammelt. Heuer sollen die Spenden dazu verwendet werden, einen Zementboden in das Haus von Ninfa bauen zu lassen und ihr einen Kleiderschrank zu kaufen.

Ich bin nämlich sehr schüchtern, und wenn ich mich nicht selber kommandiere, dann würde ich in der Diele stehen bleiben und nicht wagen hereinzukommen.
Pippi Langstrumpf

Der Chor hatte ein buntes Programm mit Chorstücken und Solisten am Instrument oder mit der Stimme zusammengestellt. Verbunden waren die Musikstücke mit Texten zu den Themen Kindheit, Erziehung, Liebe und Selbstgefühl vor allem aus der Feder der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Da gab es Lieder aus Musicals, wie „Les Miserables“ feinfühlig und kraftvoll vorgetragen von Männerstimmen aus den Reihen des Chores. Einfühlsam vorgetragene

Manchmal redest du so klug, dass ich fürchte, es wird etwas Großes aus dir.
Pippi geht an Board

Lieder der Romantik von Robert Schumann und Hugo Wolf, die in diesem Jahr Geburtstag haben fanden dankbare Zuhörer ebenso, wie stilistisch anders gesungene mit Mikrophon und Gitarre oder Klavier vorgetragene Jazz - oder Popsongs.

Zu viel Gelehrsamkeit kann selbst den Gesundesten kaputt machen.
Pippi Langstrumpf

Einige der Musiker hatten schon eine erfolgreiche „Jugend musiziert“ Teilnahme hinter sich gebracht, wie die junge Violinistin Paula Liang aus der fünften Klasse, die sich mutig auf der Bühne in der großen Aula präsentierte und viel Beifall erhielt.

Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.
Pippi Langstrupf

Die Chorstücke entstammten auch verschiedenen Epochen und Stilistiken: Ein kurzes Werk von Joseph Haydn stand neben „Vois sur ton chemin“ aus den „Kindern des Monsieur Mattieu“ und Taizé–Lieder wurden genauso gesungen wie die Gospels „Swing low“ und „Amen“. Die SMV übernahm die Bewirtung mit Gebäck-Stangen und Getränken in der Pause, so dass auch etwas Zeit für das eine oder andere Gespräch blieb.

Jedes Geschenk war ein großes Wunder, dass man etwas bekam, bedeutete, dass einer da war, der einen mochte.
Rasmus und der Landstreicher

Das gemeinsame Lied „Jedes Kind braucht einen Engel“ sollte den Abschluß des Konzertes bilden, doch forderte der Applaus noch eine Zugabe, der der Chor mit dem Gospel „Amen“ sehr gerne nachkam. Für die eingegangenen Spenden in Höhe von 750 Euro bedanken sich bei den freigibigen Besuchern der Chor und die Solisten und natürlich das Patenkind NINFA.

Man soll Kindern keine Angst machen, aber sie müssen genauso wie Erwachsene von Kunst ergriffen werden. Man muss eine Seele aufrütteln, die sonst schläft, alle haben es nötig, manchmal zu weinen und erschreckt zu werden. In Büchern tut einem das nichts. Ein Kind blättert rasch die nächste Seite um, wenn ihm der Inhalt nicht gefällt. Mit dem Bild ist es eine andere Sache, schreckliche Filme halte ich für Kinder direkt für ungeeignet.
Dagnes Nyheter

Ich glaube, dass Erziehung Liebe zum Ziel haben muss, Zuneigung. Liebe kann man lernen. Und niemand lernt besser als Kinder. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.
STERN, 12.10.78

Er wusste nicht, dass das, was er fast wie eine kleine Traurigkeit im Herzen sprürte, nur die Schönheit und der Frieden des Sommerabends waren, nichts anderes. Diesen Sommer ... ja, diesen Sommer werde ich bis an mein Lebensende in mir tragen.
Ronja Räubertochter









Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würde, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt stillstehen.
Welt am Sonntag, 18.3.79

Es ist nicht leicht, ein Kind zu sein, las ich kürzlich in einer Zeitung und ich war perplex, denn es passiert ja nicht jeden Tag, dass man etwas in der Zeitung liest, das wirklich wahr ist. Da spricht ein Revolutionär.
Es ist nicht leicht, ein Kind zu sein, nein! Es ist schwer – sehr schwer sogar. Was bedeutet es eigentlich, Kind zu sein? Es bedeutet, dass man zu Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne und Nase putzen muss, wenn es den Großen passt und nicht einem selbst. (…)
Es bedeutet ferner, dass man ohne zu klagen sich die persönlichsten Bemerkungen vonseiten eines jeden Erwachsenen anhören muss, die das eigene Aussehen, den Gesundheitszustand, die Kleidung, die man trägt, und die Zukunftsaussichten betreffen.
Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man die Großen in derselben Art behandeln würde.
Leserbrief mit der Signatur A.L. – Astrid Lindgren – , 7.12.39



Hier noch ein paar Bilder des Konzertes:

Chor:



Ich bin müde. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund für mich zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid machen mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.
John Coffe aus "The Green Mile"



 

Solisten:





Alles Große, das in der Welt vollbracht wurde, spielte sich zuerst in der Fantasie eines Menschen ab und wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt zum großen Teil vom Maß der Einbildungskraft jener ab, die heute lesen lernen.
Astrid Lindgren









Das Kind als Idee ist das Beste, was der Herrgott erschaffen hat.
Elsa Olenius







Texte:

Ich sauge den Sommer in mich ein wie die Wildbienen den Honig. Ich sammle mir einen großen Sommerklumpen zusammen, und von dem werde ich leben, wenn… wenn es nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus der besteht? Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze. Voll von Abendlicht auf den Fichten und kleinen Regenschauern und all so was. Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen. Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja, da hörst du, daß mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist.
Ronja Räubertochter



 

Betzer




Ein herzlicher Dank geht an Herrn Betzer, unser Chorleiter und der Organisator des Konzertes.
Ohne ihn wären wir, auf Deutsch gesagt, aufgeschmissen. DANKE!